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Stadtwettkampfordnung
Ausrüstung und Geräte
Es dürfen nur Geräte und Ausrüstungsgegenstände verwendet werden, die der Normung, der Unfallverhütungsvorschrift und der Straßenverkehrsordnung entsprechen.
Fahrzeuge und Geräte müssen in einem gepflegten Zustand vorgeführt werden.
Persönliche Ausrüstung
Geräte
Es sind erforderlich:
Wird festgestellt, dass Geräte und/oder Ausrüstungen abweichend von der Norm oder anderen Vorschriften beim Wettbewerb verwendet werden, wird die Gruppe disqualifiziert.
Hilfsmittel zum Tragen von Geräten und Schläuchen sind nicht erlaubt.
Darstellung des Wettbewerbs
Die Ausführung des Wettbewerbs erfolgt nach der Einsatz- und Ausbildungsanleitung für Feuerwehren im Lande Niedersachsen - "Die Gruppe im Löscheinsatz" (FwDV 4)- unter Angabe folgender Lage:
"PKW-Unfall mit Brandgefahr!"
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1.) |
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(zum Vergrößern auf Bild klicken) |
Wasserentnahmestelle: offenes Gewässer
Die Tragkraftspritze und die Saugschläuche, sowie die vorbereiteten Warndreiecke, Schlauchbrücken, Schläuche, Strahlrohre, Handlampen, usw. werden vor Übungsbeginn am gekennzeichneten Platz abgestellt, bzw. abgelegt.
2.)![]() |
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(zum Vergrößern auf Bild klicken) |
Folgende Übungsteile sind zu erfüllen:
Menschenrettung aus einem PKW
Anforderung eines Rettungswagen
Verkehrssicherung
Brandbekämpfung
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3.) |
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(zum Vergrößern auf Bild klicken) |
Im Verlauf der B-Leitung befindet sich ein angedeutetes Hindernis, das ein auch im Einsatz vorkommendes Gebäude darstellen sol. Es hindert symbolisch an einer Sichtverbindung zwischen Pumpe und Verteiler und ist mit der B-Leitung zu umgehen.
Besonderheiten - Erläuterungen
Während der Übung dürfen (außer Kommandos) keine ergänzenden Hinweise gegeben werden.
Alle Beleuchtungs- und Signalgeräte müssen funktionsfähig sein
Im Einsatzbefehl muss die Reihenfolge "Einheit - Auftrag - Mittel - Ziel -Weg" eingehalten werden. Der Funkspruch muss entsprechend dem vorgegebenen Wortlaut abgesetzt werden, es ist von den Funkrufnamen der eigenen Wehr auszugehen. Nicht oder nur unvollständig gegebene Befehle werden als Fehler bewertet.
Der Pumpendruck darf maximal 8 bar (80m / WS) nicht übersteigen, dieses wird durch ein zusätzliches Kontrollmanometer mit Schleppzeiger überprüft. Die Ansicht dieses Manometers ist so einzurichten, dass dieses ohne große Schwierigkeiten vom Maschinisten bei seiner Arbeit eingesehen werden kann.
Wenn die Pumpe ausfällt, ist die Übung abzubrechen, eine Wiederholung ist nicht zulässig.
Jeder Trupp muss sein Ziel selbst abspritzen, geschieht dieses durch einen anderen Trupp, wird die Gruppe disqualifiziert. Platzt ein Schlauch, kann dieser ausgewechselt werden.
Die Ziellinie darf nicht übertreten werden.
Jeder Befehl des Gruppenführers muss wiederholt werden, alle "Wasser marsch!" -Befehle müssen durch "Verstanden!" (Zuruf oder Handzeichen bestätigt werden.
Der Gruppenführer darf nicht durch Handanlegen in den Übungsverlauf eingreifen.
Es ist festes Schuhwerk zu tragen (keine Turn- oder Sportschuhe).
Der Angriffstrupp führt die Menschenrettung und die Verkehrssicherung durch.
Ist der Melder zur Sicherung des Verteilers eingesetzt, muss er gegebenenfalls das Schlagen des Verteilers verhindern.
Der Schlauchtruppführer bzw. der Melder müssen beim Ankuppeln der Druckschläuche und beim Öffnen des Verteilers über dem B-Schlauch stehen oder knien. Der Verteiler darf nicht ohne einen "Wasser marsch!" -Befehl geöffnet werden.
Den Anordnungen der Wettbewerbsleitung und der Wertungsrichter ist Folge zu leisten.
Die gemachten Fehler werden dem Feuerwehrmann (SB) im Anschluss an die Übung mitgeteilt.
Beschwerden gegen die getroffenen Wertungen können durch den Gruppenführer vorgetragen werden.
Eine Krankentrage mit Decke wird für die Übung gestellt.
Der Übungsplatz ist entsprechend Bild 1 zu gestalten.
Ausführungsbestimmungen
Die zum Wettkampf benötigten Geräte sind nach Bild 2 aufzubauen.
Gruppenführer
Der Gruppenführer rüstet sich mit einem Handscheinwerfer aus und meldet dem Wettbewerbsleiter seine Gruppe. Der Wettbewerbsleiter gibt dem Gruppenführer folgende Lage:
"PKW-Unfall, Menschenrettung und Brandgefahr"
Der Gruppenführer wiederholt die Lage, lässt dann seine Gruppe rühren und gibt folgenden Einsatzbefehl:
| "Menschenrettung - PKW-Unfall mit Brandgefahr! - Wasserentnahme: offenes Gewässer hinter dem Gerät - Verteiler: 40 m vom Unfallort - Angriffstrupp - zur Menschenrettung mit Hilfeleistungsgerät zum PKW über den Hof vor!" |
(Mit "Vor!" beginnt die Zeitnahme.)
Der Maschinist und der Angriffstrupp beginnen mit ihren Aufgaben.
Der Wassertrupp bestimmt:
"Erforderlich 4 Längen Saugschlauch!"
Nachdem der Angriffstruppführer seinen Einsatzbefehl wiederholt hat, rüstet der Trupp sich mit Hilfeleistungsgerät, Verbandskasten, Krankentrage mit Decke und Pulverlöscher aus, der Angriffstruppführer zusätzlich mit Handscheinwerfer und eilt gemeinsam zum PKW vor.
Der Angriffstrupp birgt den Verletzten mit dem "Rautek´schen Rettungsgriff" aus dem Fahrzeug und legt ihn auf die Trage, bringt ihn in Rückenlage bis zum markierten Platz und legt ihn dort auf der Trage in die stabile Seitenlage.
Danach meldet der Angriffstruppführer (ausgerüstet mit seinem Handscheinwerfer) dem Gruppenführer:
"Menschenrettung durchgeführt!"
Der Angriffstrupp erhält danach den weiteren Befehl:
"Angriffstrupp - zur Verkehrssicherung mit Schlauchbrücken und Warnzeichen vor!"
Der Angriffstruppführer wiederholt:
"Zur Verkehrssicherung mit Schlauchbrücken und Warnzeichen vor!"
Danach führt der Angriffstrupp seinen Auftrag wie in Bild 3 aus.
Der Maschinist entfernt alle Blinkupplungen der Druckstutzen an der Pumpe und legt den Kupplungsschlüssel an der Pumpe ab. Er kuppelt die vom Wasser- und Schlauchtrupp hergerichtete Saugleitung an und befestigt die Halteleine an der Pumpe.
Danach bedient er die Pumpe. Der Ausgangsdruck darf 8 bar nicht überschreiten.
Der Melder rüstet sich mit einem Handscheinwerfer aus und meldet sich beim Gruppenführer. Er erhält den Befehl:
"Rettungstransportwagen (RTW) über Funk anfordern!"
Der Melder wiederholt:
"Rettungstransportwagen (RTW) über Funk anfordern!"
und setzt folgenden Funkspruch ab:
| "Florian Stade von Florian Stade
... - kommen!"
******* "Benötige RTW bei Unfallstelle in X-Dorf. Kreuzung Bundesstraße. Transport einer Person erforderlich - kommen!" |
(Dieser Text ist verbindlich, das Sprechfunkgerät bleibt ausgeschaltet.)
Danach eilt der Melder zum Gruppenführer zurück und meldet diesem:
"RTW angefordert!"
Der Gruppenführer erteilt dem Melder den Auftrag, den Verteiler zu sichern (nicht bedienen) - (Unfallverhütung).
Nachdem der Wassertrupp bestimmt hat, dass vier Längen Saugschlauch erforderlich sind, verlegen Wassertrupp und Schlauchtrupp die Saugleitung. Der Wassertrupp kuppelt, der Schlauchtrupp unterstützt.
Ausführung:
Gekuppelt wird über den Knöcheln.
Wassertrupp- und Schlauchtruppführer haben Blickrichtung zum Gerät, das Wassertruppmitglied und das Schlauchtruppmitglied Blickrichtung zum Saugkorb.
Nach dem Kuppeln machen die Truppmitglieder eine 360 Grad Kehrtwendung, sie dürfen nicht rückwärts gehen.
Der Wassertrupp befestigt die Halte- und Ventilleine.
Halteleine:
Mastwurf und Halbschlag mit Schleife, zwei Halbschläge um die Saugleitung unterhalb der Kupplungen (vom Saugkorb aus gesehen) aber in der oberen Hälfte des einzelnen Saugschlauches.
Ventilleine:
Sie wird am Saugkorb eingehakt und seitlich ausgeworfen
Auf das Kommando des Wassertruppführers:
"Saugleitung hoch!"
kuppelt der Maschinist die Saugleitung an der Pumpe an und ruft:
"Fertig!"
Der Wassertruppführer befiehlt:
"Saugleitung zu Wasser!"
Der Maschinist befestigt die Halteleine an der Pumpe und beginnt mit dem Entlüften.
Der Wassertrupp verlegt die B-Leitung (2 Längen) von der Pumpe zum Verteiler, dabei muss die B-Leitung um das in Richtung Verteiler angedeutete Hindernis verlegt werden. Ist die B-Leitung fertig an den Verteiler angekuppelt und geprüft, dass alle Stutzen geschlossen sind, kommandiert der Wassertruppführer an den Maschinisten:
"Wasser marsch!"
Wassertruppführer und Maschinist müssen zu diesem Zeitpunkt Blickverbindung haben. Der Maschinist gibt:
"Verstanden!"
kuppelt die B-Leitung an die Pumpe an und öffnet den Druckstutzen.
Danach rüstet sich der Wassertrupp aus:
Wassertruppführer mit Handscheinwerfer
Wassertruppmitglied mit C-Strahlrohr
Beide eilen zum Verteiler.
Am Verteiler erhält der Wassertrupp vom Gruppenführer den Einsatzbefehl:
"Wassertrupp - zur Brandbekämpfung 1. Rohr zum PKW über den Hof vor!"
Der Wassertrupp wiederholt:
"Zur Brandbekämpfung 1. Rohr zum PKW über den Hof vor!"
Der Wassertrupp eilt zur Ziellinie vor.
Der Schlauchtrupp wiederholt den vom Gruppenführer im Einsatzbefehl gegebenen Auftrag:
"Verteiler - 40 m vom Unfallort!"
Der Schlauchtrupp unterstützt den Wassertrupp bei der Saugleitung.
Danach nimmt der Schlauchtrupp den Verteiler und 7 Längen C-Rollschläuche und legt beides am angegebenen Platz ab.
Nachdem der Wassertrupp seinem Einsatzbefehl erhalten hat, verlegt der Schlauchtrupp vom Einsatzziel aus zum Verteiler die C-Schlauchleitung.
Ausführung:
Der Schlauchtruppführer verlegt die Schlauchreserve in Form einer Bucht.
Ist die Schlauchreserve verlegt und das Strahlrohr angekuppelt, kommandiert der Wassertruppführer:
"1.Rohr - Wasser marsch!"
Der Schlauchtruppführer gibt:
"Verstanden!"
und erst jetzt kann der Schlauchtrupp mit dem weiteren Ausrollen der C-Schlauchleitung beginnen.
Am Verteiler kuppelt der Schlauchtruppführer die C-Leitung (links) an und öffnet den Stutzen, das Schlauchtruppmitglied übernimmt sofort die Schlauchaufsicht.
Sobald am Verteiler das 1. Rohr geöffnet ist, gibt der Gruppenführer für den Schlauchtrupp den Einsatzbefehl:
"Schlauchtrupp - zur Abriegelung 2. Rohr zum Wohnhaus über den Hof vor!"
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"Melder übernimmt Verteiler!"
Der Schlauchtruppführer wiederholt:
"Zur Abriegelung 2. Rohr zum Wohnhaus über den Hof vor!"
Der Melder wiederholt:
"Verteiler übernehmen!"
Der Melder eilt zum Verteiler und bedient diesen.
Der Schlauchtrupp rüstet sich aus:
Schlauchtruppführer mit Handscheinwerfer
Schlauchtruppmitglied mit C-Strahlrohr
Der Schlauchtrupp verlegt seine C-Schlauchleitung wie folgt:
Der Schlauchtruppführer rollt den ersten C-Rollschlauch vom Verteiler aus aus.
Das Schlauchtruppmitglied rollt den zweiten C-Rollschlauch aus, sowie die Schlauchreserve in Form einer Bucht.
Der Schlauchtruppführer kuppelt die C-Schläuche zusammen.
Hat das Schlauchtruppmitglied das C-Strahlrohr angekuppelt und der Schlauchtruppführer die Schlauchreserve mit der bereits ausgelegten C-Schlauchleitung verbunden, kommandiert der Schlauchtruppführer:
"2. Rohr - Wasser marsch!"
Der Melder gibt:
"Verstanden!"
und öffnet den Stutzen.
Die Übung ist beendet, wenn beide Kanister abgespritzt sind (Bodenberührung) und der Angriffstrupp mit erhobener Winkerkelle seinen Standort eingenommen hat. siehe Bild 3
Sind beide Voraussetzungen erfüllt, wird die Zeitnahme beendet.
Der Gruppenführer hat nach Übungsende für eine zügige Räumung der Übungsbahn zu sorgen.
Prüfung des Gruppenführers
Der Gruppenführer hat im Anschluss an die Übung drei feuerwehrtechnische Fragen innerhalb von 5 Minuten durch Ankreuzen zu beantworten. Zu diesem Zweck hat er sich unverzüglich an den dafür vorgesehenen Platz zu begeben und sich zu melden.
Wertungsrichter müssen für ihre Aufgabe geeignet sein und durch den Kreisbrandmeister benannt werden.
Der Leistungswettbewerb wird vom Wettbewerbsleiter (Gruppenführer) und den Wertungsrichtern beurteilt.