| Sie sind auf der Seite: Ortswehren - Buxtehude Zug I - Neubau Garage | |
|
Siehe auch: Übersicht - Aktuelles - Dienstplan - Fahrzeuge - Förderverein - Geschichte - Gerätehaus - Kontakt - Neubau Garage |
![]() |
|
Tanklöschfahrzeug TLF 16 T, Baujahr 1956 |
![]() |
|
3D-Ansicht |
Über zehn Jahre konnte "der alte Zehner" nach seiner Ausmusterung aus dem aktiven Dienst auf der Reparaturgrube im Gerätehaus der Ortswehr Buxtehude Zug I abgestellt werden. Nun wird der Platz dort langsam eng, da noch im Jahr 2009 ein neuer Gerätewagen Logistik in Dienst genommen werden soll und dieser als achtes Fahrzeug im Gerätehaus seinen Platz finden muss. Lange wurde beratschlagt, wie man mit dem alten Schmuckstück umgehen wolle. Da waren Ideen wie verkaufen, ins Museum abgeben oder unterstellen auf einem Bauernhof. Doch eine richtig gute Lösung hatte zunächst niemand.
Irgendwann kam dann der Vorschlag, man könne ja mit eigenen Mitteln eine Garage auf der Grünfläche neben dem Gerätehaus bauen. Damit war eine erste vielversprechende Lösung geboren. Der erste Entwurf wurde erarbeitet. Auf einer außerordentlichen Zugversammlungen sollte dann über den Vorschlag abgestimmt werden. Mit einer großen Mehrheit wurde der Bauplan angenommen. Bereits wenige Tage später, auf dem Tag der offenen Tür, wurde für den Neubau Werbung gemacht, um weitere Geld- oder Sachspender für den Bau zu finden. Der Neubau soll komplett mit Geldern vom Förderverein und großzügigen Spendern errichtet werden, denen wir hiermit noch unseren Dank aussprechen möchten.
Zeitgleich wurden die Planungen für die Garage soweit vorangetrieben, dass der Bauantrag eingereicht werden konnte.
Die geplante Garage soll in Holzbauweise auf einem Fundament aus Stahlbeton errichtet werden. Als Grundfläche ist eine Größe von von ca. 9 x 6 m geplant. Das Dach wird als Pultdach ausgeführt, hat eine Dachneigung von 23° und wird eine Pfannen-Eindeckung erhalten. An der hohen Seite weist das Gebäude eine Höhe von ca. 6,00 m auf. Es sind neben einem Tor noch der Einbau von 4 Fenster und einer weiteren Zugangstür geplant. Vor den eigentlichen Fundamentarbeiten ist ein Bodenaustausch erforderlich. Die Gründung des Gebäudes erfolgt über ein Streifenfundament und eine Bodenplatte aus Stahlbeton. Die tragenden Wände werden in Holzrahmenbauweise erstellt. Die Ausführung der Fassade ist als hölzerne Deckelschalung geplant. Der Innenausbau erfolgt in Trockenbauweise mit Gipskartonplatten.
Ende des Jahres 2008 lag die Baugenehmigung der Stadt Buxtehude vor und die ersten Arbeiten konnten beginnen.
Der grobe Bauablauf ist wie folgt geplant:
| Planungsphase: | Idee, Entwurf, Finanzierungsplan, Statik und Zeichnungen, Genehmigungsverfahren |
| Erdarbeiten: | Bodenaustausch |
| Gründung: | Einmessen und Auswinkeln des Gebäudes, Herstellen eines Stahlbetonfundament |
| Rohbau: | Aufstellen der tragenden Holzrahmenbaukonstruktion inklusive Richten des Pultdaches |
| Fassade/Ausbau: | Dach eindecken, Errichten der Fassade, Fenster, Türen, Tor, Trockenbauarbeiten, Installationen, Estrich, Malerarbeiten, etc. |
Der folgende Ausschnitt erschien am 10.01.09 im
Buxtehuder Tageblatt
|
Neue Garage für den Oldtimer Anbau bei der Feuerwehr in Buxtehude: Kein Platz mehr für das „TLF 16 T“ Zehn Jahre hat der Oldtimer „TLF 16 T“ der Freiwilligen Feuerwehr des Zug I in Buxtehude seinen festen Platz zwischen den anderen Löschfahrzeugen im Feuerwehrgerätehaus gehabt. Demnächst muss er für ein neues Auto weichen. Aber weil das Herz der Kameraden an ihrem ersten Tanklöschfahrzeug hängt, soll dafür eine Garage gebaut werden. |
||
| „Das ist noch ein richtiger Klang, wenn der anspringt“, sagt Stadtbrandmeister Horst Meyer, während er mit seiner Hand über die Motorhaube des Oldtimers streicht. Das „TLF 16 T“ sei fast im gleichen Jahr wie er geboren. Mit ihm hatten Horst Meyer und sein Bruder Gerd schon viele Einsätze erlebt, bis er 1999 gegen ein neues Einsatzfahrzeug ausgewechselt wurde. „Hein Köpcke“ steht auf seiner Motorhaube. Die silbernen Buchstaben sind fein säuberlich poliert. Sie sollen an den früheren verstorbenen Stadtbrandmeister erinnern. „Wir hängen an unserem Oldie“, sagen die Brüder. Und nicht nur die, sondern auch sämtliche anderen Mannschaftskameraden der Wehr. So sehr, dass sie jetzt eine zusätzliche Garage für ihr Fahrzeug bauen wollen. Einen großen Teil der Baukosten wird der Förderverein der Feuerwehr übernehmen. Für die restlichen Kosten suchen sie noch engagierte Bürger aus Buxtehude, die sie dabei unterstützen. Außerdem wollen sie ihr Fahrzeug restaurieren. Der Oldie braucht neue Bremsen. Die Mitarbeiter wollen ihn wieder so herrichten wie er ursprünglich einmal war. „Das wäre ein Traum, wenn uns das gelingen könnte“, sagt Gerd Meyer. Die weißen Kotflügel und weißen Ecken sollen wie bei seiner Auslieferung am 7. März 1956 wieder schwarz angestrichen werden. | ![]() |
|
|
Horst (li.) und Gerd Meyer fangen schon mal mit der Wartung an. Text & Foto: Buxtehuder Tageblatt |
||
|
Das TLF 16 T war das erste wasserführende Fahrzeug im Landkreis Stade. „Es hat beim Altstadtbrand 1980 seinen Mann gestanden“, sagen die Brüder stolz. Wer die Kameraden der Feuerwehr unterstützen möchte: Sparkasse Harburg-Buxtehude BLZ 207 500 00 Kto. 550 22222 Stichwort „Oldtimer“. Weitere Infos bei Gerd Meyer 0 170 / 1 86 15 48. |
||
Bauabschnitt I - Planungen
![]() |
| Lageplan |
![]() |
|
Grundriss |
|
| Frontansicht |
|
| Seitenansicht |
Bauabschnitt II - Erdarbeiten
Da der neue Stellplatz auf einer Moorfläche entstehen soll, waren zunächst umfangreiche Erdarbeiten nötig. Große Mengen mooriges Erdreich mussten bis auf den tragenden Grund ausgebaggert werden. Für die neue Sandplatte wurden ca. 300m³ Sand verfüllt und verdichtet. Mit Hilfe eines landwirtschaftlichen Betriebes aus Dammhausen und der tatkräftigen Unterstützung einiger Feuerwehrkameraden konnten diese Arbeiten innerhalb von 4 Tagen umgesetzt werden.
![]() |
![]() |
![]() |
![]() |
![]() |
![]() |
![]() |
![]() |
![]() |
![]() |
![]() |
![]() |
Bauabschnitt III - Gründungsarbeiten
Zunächst mussten die jeweiligen Höhen und Winkel des Neubaus ausgemessen werden. Anschließend wurde die Bewehrung für das Fundament vorbereitet und die Fundamentgräben ausgeschachtet. Zusätzlich wurden erste Versorgungsrohre unter der entstehenden Garage verlegt. Anschließend wurden die Gräben mit Folie ausgelegt und die Stahlbewehrung eingelassen. Einige Tage später wurde mit Hilfe der Firma Metz Hoch- und Tiefbau GmbH das Fundament geschüttet um daraufhin mit den Arbeiten zum Aufbau des Drempels zu beginnen.
|
|
|
![]() |
![]() |
![]() |
![]() |
![]() |
![]() |
|
|
|
![]() |
![]() |
![]() |
![]() |
|
|
|
![]() |
![]() |
![]() |
![]() |
Nachdem alle Gründungsarbeiten am Neubau erledigt waren, konnte am 16.05.09 die Grundsteinlegung gefeiert werden. Auf Einladung des Fördervereins waren Kameraden, Alterskameraden und Helfer aus Reihen der Fördermitglieder erschienen. In seiner Rede erwähnte der erste Vorsitzende des Fördervereins, Horst Meyer, die bisherigen tatkräftigen Helfer, die zum zügigen Baubeginn der neuen Garage für das TLF 16 T "Hein Köpke" beigetragen haben. "Mit Christian Diercks hatten wir einen, der uns fast bis zur Baureife gebracht hat", so Horst Meyer. "Und wie das so ist, kannte Christian wieder jemanden, nämlich Jan Peters, der uns beraten hat und die Unterschrift geleistet hat, so dass der Bauantrag gestellt werden konnte. So ging es weiter. Wir kannten jemanden bei der Stadt, der dafür gesorgt hat, dass wir keine Kosten für die Baugenehmigung bezahlt haben. Vielen Dank Uwe Pieper. Dann kam Marc Klindworth auf den Plan, der den Bodenaustausch kostengünstig veranlasst hat. Es musste das Grundstück plan gemacht und ausgewinkelt werden. Dort schlug die Stunde unseres Gerätewartes Wolfgang Jank und seines Sohnes Markus, die von dem Tag an täglich auf der Baustelle anzutreffen waren. Mit Thomas Löhden als Maurermeister hatten sie den Meister gefunden, der ihnen das Fachliche vermittelt hat, so dass es so aussieht wie es jetzt ist. Letzter im Bunde ist der Mann der Schraubanker oder Schraubhaken, Hermann Hauschildt, der uns ja als Fördermitglied wohl bekannt ist. Nicht unerwähnt lassen darf ich an dieser Stelle alle die, die bisher zu Arbeiten eingeteilt wurden, ob beim Rütteln, Abholen der Stahlmatten oder Ausschachten der Gräben. Dank an Alle, die uns soweit gebracht haben."
Im Anschluss an die Rede wurde der Grundstein, bestehend aus einer Edelstahlplombe, im Drempel eingesetzt. Als Zeitzeugnisse wurden dem Grundstein folgende Gegenstände hinzugefügt:
| die Urkunde zur Grundsteinlegung | die Baupläne des Neubaus | das Buxtehuder Tageblatt vom 16.05.09 |
| die Baugenehmigung | ein Satz aktueller Münzen | die Fördervereinszeitung Nr. 31 |
| die Festrede zur Grundsteinlegung | die Festschriften zur 100- und 125-Jahr Feier | diverse Fotos der aktuellen Fahrzeuge |
Nach altem Brauch wurde die Grundsteinlegung mit zwei Hammerschlägen vollzogen.
Den ersten Hammerschlag widmete Horst Meyer den Bauleuten –
Feuerwehrkameraden – den Helfern – Ingenieuren und allen weiteren Helfern, den Fördermitgliedern und den Spendern
am Neubau, dass deren Werk gelingen möge, mit dem Wunsch für ihr persönliches Wohlergehen.
Mit dem zweiten Hammerschlag wünschte Meyer, dass das Haus, das den Grundstein tragen wird, ein Zentrum lebendiger Kameradschaft aller Feuerwehrkameraden
werde und der Zug I sich über viele Jahrzehnte über den geschaffenen Raum erfreuen könne.
Mit einem kleinen gemeinsamen Essen wurde die Grundsteinlegung beendet.
![]() |
![]() |
![]() |
|
![]() |
![]() |
|
|
|
![]() |
![]() |
Bauabschnitt IV - Rohbau
Zwei Monate nach der Grundsteinlegung konnten am dritten Juli-Wochenende die kompletten Wände in Holzrahmenbauweise aufgestellt werden. Die von der Zimmerei Hauschild fertig vorbereitete Holzkonstruktion wurde direkt vor Ort zusammengesetzt und mit OSB-Platten verkleidet. Anschließend wurden die einzelnen Wände mit einem Kran der Firma Kopp Stahlbau aufgestellt und mit dem Drempel verbunden. Nachdem alle Seitenwände fertig aufgebaut waren, wurde der Dachstuhl gerichtet. Innerhalb von zwei Tagen konnte mit Hilfe diverser Feuerwehrleute und einer Aufbaumannschaft von Mitarbeitern der Firmen Hausschild und Kopp fast der komplette Rohbau montiert werden.
Erste Wand
![]() |
![]() |
![]() |
![]() |
|
|
|
Zweite Wand
![]() |
![]() |
![]() |
![]() |
Dritte Wand
![]() |
![]() |
![]() |
![]() |
Aufbau des Dachstuhls
![]() |
![]() |
![]() |
![]() |
Zeitrafferfilm vom Hausbau
Außenverkleidung und Isolierung
Im nächsten Schritt wurde das Ständerwerk von außen mit Isolierwolle ausgekleidet und die Außenseiten des Hauses mit MDF-Platten verschlossen. Später können dann die Hauswände von außen mit einer Klinker- oder Holzfassade vollendet werden. Lediglich die vorgesehenen Fenster müssen noch ausgesägt werden.
![]() |
![]() |
Am 21. August 2009 konnte bei bestem Wetter und Grillfleisch das Richtfest der neuen Garage gefeiert werden.
![]() |
![]() |