Aktuelle Informationen
In den folgenden Einträgen sind die Berichte der Buxtehuder Ortsfeuerwehren zu finden. Ältere Beiträge finden Sie auch in unserem Archiv.
| Datum | Meldung | Beteiligte Buxtehuder Ortsfeuerwehren |
| 01.01.2026 | Dammhausen |
Zurück zum Löschgruppenfahrzeug
Dammhausen
Ein glückliches Jahr geht für die Ortsfeuerwehr Dammhausen zu Ende. Kurz vor dem Jahreswechsel konnte die Wehr ihr neues Feuerwehrhaus in der Dammhauser Straße 33 beziehen. Mit eingezogen ist auch ein brandneues Löschgruppenfahrzeug, welches am 05.12.2025beim Aufbauhersteller Rosenbauer abgeholt werden konnte. Festlich illuminiert wurde das LF 10 auf MAN TGM Fahrgestell am selben Abend in Empfang genommen.

Es ersetzt in Dammhausen ein Tragkraftspritzenfahrzeug-Wasser (TSF-W). Somit ist die Wehr nach 23 Jahren wieder im Besitz eines Löschgruppenfahrzeugs mit neun Sitzplätzen. Für die Dammhauser ist es erst das vierte selbstfahrende Fahrzeug. Nach Handdruckspritze und Tragkraftspritzenanhänger erhielt die Wehr 1964 ihr erstes TSF (Tragkraftspritzenfahrzeug) auf VW Bus. Es folgte 1973 ein LF 8 auf Opel Blitz und schließlich 2002 das jetzt zu ersetzende TSF-W.
Kurz noch ein paar Infos zum Vorgängerfahrzeug: Das TSF-W war zu seiner Zeit das erste TSF mit eigenem Wassertank, welches im Landkreis Stade in Dienst gestellt wurde. 750 Liter Wasser, ein 50 m Schnellangriffsschlauch und eine Tragkraftspritze machten das Fahrzeug zu einem zeitgemäßen Einsatzfahrzeug. Etliche Umbauten erfolgten über die Jahre, um auf einem aktuellen Stand zu bleiben. So wurde beispielsweise der formstabile Schnellangriff durch zwei C-Schläuche ersetzt und der freigewordene Platz für Verpflegungsbox, Schnittschutzkleidung und Schnellangriffsverteiler genutzt.
Zurück zum Neufahrzeug, welches auf einem 16 Tonnen Allrad-Fahrgestell realisiert wurde und von einem 320PS starkem Motor angetrieben wird. Für Fahrten im moorigen Gebiet rund um Dammhausen wurde eine breite und grobstollige Bereifung gewählt, kombiniert mit einer Luftfederung. Zur sicheren Arbeit auch bei Dunkelheit verfügt der Aufbau über eine Umfeldbeleuchtung der neuesten Generation, welche den Nahbereich bis zu 40m Entfernung ausleuchten kann.
Die Feuerlöschkreiselpumpe leistet 3000l/min bei 10 bar, der Wassertank fasst 2000 Liter Löschwasser. Zur Herstellung von Löschschaum sollen 120 Liter Löschschaum Class A in Kanistern mitgeführt werden, welches über einen Z4 Zumischer beigemischt werden kann.
Für Wald- und Flächenbrände verfügt das Fahrzeug über einen Pump & Roll Betrieb, bei dem auch im Fahrbetrieb Wasser abgegeben werden kann. Dafür steht ein C-Abgang an der Fahrzeugfront zur Verfügung sowie eine Waldbrandausrüstung mit D-Schläuchen in einem Tragekorb. Zwei Löschrucksäcke ergänzen das Equipment.
Für die Wasserentnahme wird eine zusätzliche Tragkraftspritze mitgeführt, die über eine Hubeinrichtung ergonomisch entnommen werden kann. Bei flachem Gewässer kann ein Flachsaugkorb Amphibio Mini eingesetzt werden.
Bei der Fahrzeugbeladung wurde auf eine größtmögliche Trennung von Brandbekämpfungsmaterial und Ausrüstung für die technische Hilfeleistung geachtet, so dass die rechte Fahrzeugseite der Brandbekämpfung vorbehalten wurde, die Fahrerseite hingegen der technischen Hilfeleistung.
Neben der üblichen Beladung nach DIN, verfügt das Fahrzeug über vier PA-Sitzplätze in der Kabine, auf denen sich die Atemschutzgeräteträger bereits während der Fahrt ausrüsten können. Als Sicherheit verriegeln sich die Geräte beim Lösen der Handbremse. Weiterhin an Bord befinden sich eine Wärmebildkamera, ein Türöffnungssatz und eine "Bierzeltgarnitur" für den Bereitstellungsraum der Atemschutzgeräteträger.
Am Fahrzeugheck wird eine Einpersonen-Haspel mitgeführt, die mit acht B-Schläuchen und Hydranten Equipment bestückt ist. Die Schlauchaufnahme erfolgt dann mit einem mitlaufenden Schlauchaufwickler.
Für Unwetterlagen stehen je eine Motorsäge, Turbotauchpumpe und Tauchpumpe TP 4/1 zur Verfügung.
Technisch abgerundet wird die Ausstattung mit Co-Warner, Tetra- und 2m-Funkgeräten sowie einem Tablet für die Einsatzanfahrt und -leitung.
Der Beschaffung vorangegangen waren viele Stunden Ausarbeitung, Planung und die Besichtigung diverser anderer Löschgruppenfahrzeuge mit einer mehrköpfigen Planungsgruppe, welche am Ende ein ausgereiftes Konzept hervorbrachte, um die Ortsfeuerwehr Dammhausen nun wieder viele Jahre auf einem technisch modernen Stand zu halten.
Derzeit erfolgen dutzende Stunden Ausbildung, bei denen die Einsatzkräfte das Fahrzeug kennenlernen sollen, bevor es Ende Januar in den Einsatzdienst gehen wird.
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