Einsätze 2021

 

In den folgenden Einträgen finden Sie die Berichte zu den Einsätzen der Buxtehuder Ortsfeuerwehren. Weitere topaktuelle Infos finden Sie auch auf unserer Facebookseite ->

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Die älteren Berichte finden Sie unter den jeweiligen Jahreszahlen in der Menüleiste.

 

Datum / Uhrzeit Meldung Eingesetzte Ortsfeuerwehren der Hansestadt Buxtehude
02.04.2021 04:50

Zug I, Zug II, Zug IV, UGR ÖEL

Großfeuer am Ellerbruchtunnel

In der Nacht zu Freitag kam es in der Flüchtlingsunterkunft am Gildenweg zu einem Großfeuer. Beim Eintreffen der ersten Einsatzkräfte vom alarmierten Zug I schlugen bereits meterhohe Flammen aus einem Gebäudeteil der in Container-Modulbauweise errichteten Unterkunft. Umgehend wurden der Zug II und die Unterstützungsgruppe örtliche Einsatzleitung nachalarmiert. Wenig später löste der Alarm auch für den Zug IV, bestehend aus Dammhausen, Hedendorf und Neukloster, aus.
Die 16 Bewohner hatten das Feuer rechtzeitig bemerkt und sich gegenseitig gewarnt. Sie konnten das Gebäude trotz dichtem Rauchs unverletzt verlassen. Die für große MANV-Fälle (Massenanfall von Verletzten) vorgesehenen Rettungskräfte mit Organisatorischem Leiter Rettungsdienst, sechs Rettungswagen und zwei Notärzten brauchten glücklicherweise nur zur kurzen Kontrolle und anschließenden Betreuung der Bewohner eingesetzt werden. Die DRK Bereitschaften Buxtehude und Ahlerstedt übernahmen anschließend die Betreuung der Betroffenen. Diese konnten später vorrübergehend im Stadthaus untergebracht werden.
Die Feuerwehrkräfte kümmerten sich währenddessen um die Brandbekämpfung in den insgesamt sechs betroffenen Containern im Erd- und Obergeschoss. Bange Minuten kamen auf, als klar wurde, dass eigentlich 19 Personen in dem Gebäude gemeldet waren. Trotz gründlicher Suche konnten aber keine weiteren Personen in den Räumen gefunden werden.
Über die Drehleiter wurden die Flammen von außen bekämpft. Insgesamt 15 Trupps aller Züge gingen unter Atemschutz in das Gebäude vor. Mit fünf C-Strahlrohren und von der Drehleiter aus wurde das Feuer von allen Seiten bekämpft. Die Hitze und die Brandintensität waren enorm, Teile der persönlichen Schutzausrüstung schmolzen.
Zur Sicherstellung der Wasserversorgung wurde durch den Zug IV eine Schlauchleitung von der Este-Saugstelle am Park&Ride Parkplatz aufgebaut. Weiterhin wurden die Hydranten an der Festhalle und am Schießstand genutzt.
Gegen sechs Uhr konnte zunächst Feuer aus gemeldet werden, nachdem die einzelnen Räume mit der Wärmebildkamera auf versteckte Brandnester abgesucht, kokelnde Verkleidungs- und Einrichtungsteile zum Ablöschen nach draußen geworfen und die Räumlichkeiten belüftet worden waren.
Die Gildestraße und Teile des Ellerbruchtunnels mussten für die Löscharbeiten voll gesperrt werden.
Die Brandursache ist weiterhin unklar, die Polizei hat die Räumlichkeiten beschlagnahmt und die Ermittlungen aufgenommen.

Am späten Vormittag mussten der Zug I dann erneut ausrücken. In den ausgebrannten Räumen hatte es wieder zu brennen begonnen. Weitere Nachlöscharbeiten waren notwendig. Mit vier Atemschutztrupps wurden im Obergeschoss große Teile der Decken- und Wandverkleidung geöffnet. Dazu musste mit Trennschleifern, Säbel- und Rettungssägen schweres Gerät eingesetzt werden.

Erst am späten Nachmittag waren die wichtigsten Ausrüstungsgegenstände wieder einsatzbereit. Neben etlichen zu reinigenden Schläuchen müssen auch die Verantwortlichen der Atemschutzwerkstatt über die Feiertage Sonderschichten schieben, um die verschmutzte Ausrüstung zu reinigen, zu warten und wieder einsatzbereit zu machen.

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Erstellt von gpe am 02.04.2021
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